Die Zubereitung von Tees aus Kräutern, Beeren, Blättern und Pilzen sind in allen Kulturen bekannt. Der grüne Tee aus China, Indien und Japan geht auf seine chinesischen Wurzeln zurück. Die asiatische Teetradition ist bereits ein paar tausend Jahre alt. Als die Germanen ihren Durst hierzulande noch mit Met und Quellwasser stillten, zelebrierten Hochkulturen in Asien, im Orient und Mittelamerika ihre Teezeremonien. Die Geschichte des Tees hat daher unabhängige Wurzeln und geht auf etwa viertausend Jahre zurück.
Das Wort Tee wurde gemäß Eintrag im Deutschen Wörterbuch der Gebrüder Grimm im 17. Jahrhundert aus dem niederländischen „tè“ ins Deutsche übernommen. Die in Mitteleuropa üblichen Begriffe „Tee“, „tea“, „the´“ stammen von dem kantonesischen Wort „tu“ ab, weil die europäischen Länder den Tee auf dem Seeweg aus Südchina erhielten. Länder wie die Türkei, Russland und Persien, die auf dem Landweg über Nordchina mit Tee beliefert wurden, übernahmen dagegen das Mandarin-Wort „Chai“ von ursprünglich „tscha a ye“ (Teeblätter).

Seit dem frühen 18. Jahrhundert wird das Wort Tee auch auf Aufguss aus anderen Pflanzen übertragen und bezeichnet nicht allein Schwarztee. Eine ähnliche Situation herrscht in manchen anderen Sprachen wie zum Beispiel im Englischen und Niederländischen. In etlichen anderen Sprachen ist diese Zusammenfassung unterschiedlicher Getränke unter einem Begriff aber auch unbekannt. In Spanien ist „Té“ nur Schwarztee, alles andere heißt „infusión“. Ähnlich verhält es sich in Frankreich: „thé“ ist schwarzer oder grüner Tee, „infusion“ heißen Kräuter- oder Früchtetees. In der französischsprachigen Schweiz wird aber das Wort „thé“ wie im deutschen Sprachgebrauch auch für Kräutertee und Früchtetee verwendet. In den USA wird „tea“ heute oft als „iced tea“, eine Art schwarzteehaltiger Limonade, verstanden. Das eigentliche Heißgetränk wird dann „hot tea“ genannt. Die Geschichte des Tees beinhaltet in der Hauptsache den Anbau, Import und Kultivierung des schwarzen Tees in europäische Länder im 18. Jahrhundert, wobei jedes Land seine Eigenarten entwickelte.